(Kerstin Hemker)
Ein besonderes kulturelles Erbe der Ndebele ist die Bemalung ihrer Häuser. Aus Südafrika brachten die Ndebele diese Tradition mit in den Süden Simbabwes. Das Dekorieren der Häuser wird bis heute nur von den Frauen durchgeführt. Die Geheimnisse um die Bedeutung der traditionelle Muster sowie die Herstellung der Naturfarben wird seit Jahrhunderten von Frau zu Frau weitergegeben.
Seit 2014 begann die Initiative „Ekhaya Gaia –My Beautiful Home“ in der Region Matobo zunächst nur mit 2 Frauen die alte Tradition der Bemalung der Häuser wieder ins Bewusstsein zu rufen und initiierte einen Malwettbewerb. 2021 konnten über 1000 Teilnehmer an dem Wettbewerb teilnehmen. Ein wichtiger Beitrag dieses wunderbare kulturelle Erbe zu bewahren und weiter zu entwickeln.
Die Initiative „Ekhaya Gaia –My Beautiful Home“ sowie die National Galerie von Bulawayo wurden 2022 die Kooperationspartner der Deutschen Botschaft in Simbabwe zur Gestaltung des „Buddy Bear“.
Vor über 20 Jahren wurde die „Buddy Bear“ Kampagne vom deutschen Außenministerium ins Leben gerufen . Weltweit stehen in über 100 deutschen Botschaften und Residenzen Berliner Bären, kosmopolitisch Buddy Bear genannt. Lokale Künstler haben den Bären, der freundlich seine Arme dem Betrachter entgegenstreckt, gestaltet.
Im Frühjahr 2022 hatte ich die Chance an dem ersten Workshop zur künstlerischen Gestaltung des Buddy Bears in der National Galerie in Bulawayo teilzunehmen. Zahlreiche Frauen aus der Matobo -Region gestalteten mit Pinsel und Acrylfarbe ihre Bären. Vier Entwürfe von Lackina Zulu, Portia Ndlovu, Khumbulani Ncube und Kathazile Mlala wurden letztlich ausgewählt, um den Buddy Bär zu verzieren.
Inzwischen ist der Bär nach Harare umgezogen und begrüßt dort mit einem freundlichen Salibonani.
Kunst schaffen im Naturgarten
KREIS STEINFURT. Der bekannte Bildhauer Richard Mupumha aus Simbabwe kommt wieder nach Deutschland. Anlass sind die großen Ausstellungen der Deutsch-Simbabwischen Gesellschaft (DSG) mit modernen Skulpturen, die zurzeit in Ahaus und dann in Oranienburg und Lychen stattfinden.
Und immer finden wieder Bildhauer-Workshops statt. Vom 26. Juni bis zum 1. Juli gehört auch wieder der Garten der Familie Hemker am Tannenweg 14 in Rheine-Elte dazu. Die Workshops finden von 10 bis 18 Uhr statt. Man kann teilnehmen jeweils für einen Tag oder für mehrere Tage. Bearbeitet werden Serpentine in unterschiedlichen Farben und Härtegraden. Die Steine in verschiedenen Größen und Werkzeuge werden gestellt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 25 Euro pro Tag, die Steine kosten 4 Euro pro Kilo. Es sind auch Besucher eingeladen, die nicht an den Workshops teilnehmen wollen. Denn der Kunst-, Kultur-und Naturgarten ist wie immer an Tagen der offenen Gärten geöffnet.
Es sind auch wieder moderne Skulpturen von verschiedenen bekannten Künstlern aus Simbabwe ausgestellt. Auch Skulpturen von Richard Mupumha gehören dazu. Die Skulpturen können im Rahmen des Konzeptes „Fundraising durch Kunst" gekauft werden. Die Erlöse sind wie immer bei Ausstellungen der DSG für Projekte wie Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, nachhaltiger Acker- und Gartenbau und die Zimbabwe Workcamp Association (ZWA), die Partnerorganisation der DSG, bestimmt.
Die ZWA führt etwa Workcamps durch, bei denen auch deutsche Teilnehmer einen Freiwilligendienst absolvieren können. Teilnehmer sind vorwiegend junge Erwachsende, die an der Uni Münster studieren oder Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Steinfurt, die nach dem Abitur einen Freiwilligendienst absolvieren möchten.
Anfragen und Anmeldungen für die Workshops können erfolgen über Kerstin Hemker, Tel. 0151 116000 50 und Reinhold Hemker, Tel. 0171 2658989.

Ikhotha eyikhothayo
Nonhlanhla Mathe – Frauen in Simbabwe aus
Sicht der Malerin Zeitgenössische Malerei und
Steinskulptur aus Simbabwe
4. Juni bis 2. Juli 2023
in der Villa van Delden in Ahaus
Klick zumDownload des Flyers
mit Infos aller Veranstaltungen
Veranstalter: Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anerkannt über die Evangelische Erwachsenbildung in NRW
Kooperation mit der Deutsch-Simbabwischen Gesellschaft e.V. (DSG)
Geplante Route mit derzeit angedachten Unterkünften
Studienfahrt 2023
Mi 29.3. Abflug Ethiopian Airways, Frankfurt, Addis, Harare
Do 30.3. Ankunft, Stadtrundfahrt Harare
- Informationen über Stadtgeschichte Salisbury-Harare, soziale Sturkutruen im Stadtbild
Sunbird Guesthouse, Harare
Fr 31.3. Besuch Fambidzanai (ökologische Farmausbildung, Unterstützung von Brot für die Welt)
Porta Farm Schule. Besuch einer staatlichen Grundschule im ländlichen Bereich von Norton. 40% der Kinder gelten als „vulnerable children“ z.T. Sozialwaisen. Die DSG finanziert Infrastruktur und ein tägliches Mittagessen
Befreiungsmuseum oder Besuch im Township Mbare bei Pfr Victor Maramwidze,
Sa 1.4. Fahrt Chitungwiza
Chitungwiza ist ein ehemaliges Township. Grundstrukturen in Townships. Besuch im Art Centre, Führung und Mittagessen bei Richard Mupumha,
Young Africa- Berufsbildung in Chitungwiza
So 2.4. Gottesdienstbesuch
Weiterfahrt nach Musangano Lodge, Mutare
Mo 3.4. Besuch einer Tabakfarm. Themen: ökologische Auswirkungen des Tabakanbaus, Enteignung von Großbauern durch die Regierung Mugabe, Knebelverträge durch große Tabakkonzerne wie BAT
Historische Exkursion nach Nyanga und Alt Mutare. Strukturen vorkolonialer Shona Gesellschaft
Di 4.4. Besuch in der Kita Bongai Shamwari. Kita mit Unterstützung Christa Zeller, Einbeziehung der Mütter, Montessorikindergarten in Zimbabwe
Called for Care. Ein überkonfessionelles Zentrum für obdachlose Frauen und ihre Kinder.
Treffen mit Ratherford Mwaruta, Geschäftsführer der Zimbabwe Workcamp Association. Gemeinsame Projekte von deutschen und simbabwischen Jugendlichen
Übernachtung: Musangano Lodge
Mi 5.4. Fahrt nach Masvingo ,
Unterwegs: Besuch des landwirt. Projektes Poret, Partner von Brot für die Welt. Schwerpunkt: Klimawandel und Landwirtschaft im südl. Afrika
Stoppen Birchenough Bridge, Gang zur Staumauer
Do 6.4. Masvingo
Besuch der Stadt Masvingo, Projekte Koop Kernen Masvingo: Altersheim, Gesundheitssation, Waisenhaus
Kirchengemeinde Masvingo
Fr 7.4. Reflexion
Great Zimbabwe - Besuch des UNESCO Weltkulturerbe
Unterkunft: Norma Jean Lakeside Cottages
Sa 8.4. Fahrt nach Bulawayo
So 9.4. Matopos
National Park Matopos – Reservat für Nashörner, Kultur der San
Mo 10.4 Treffen mit sozialen Gruppen in Bulawayo. Christoph Dehn, ehemaliger Vorstand der Kindernothilfe, Duisburg organisiert Begegnungen mit Partner der Kindernothilfe
Treffen mit der Malerin Nonhlanhla Mathe, Gestaltung des Bildes für den Weltgebetstag 2020
Unterkunft: Villa Ndlovukazi
Di 11.4. Fahrt in Hwange Park, Evening drive, Hwange Safari Lodge
Mi 12.4. Hwange. Chancen und Probleme von National Parks für Großtiere. Arbeit der deutschen GIZ
Do 13.4. Fahrt nach Vic Falls, Evening Cruise auf dem Zambezi
Fr 14.4 Vic Falls , Besuch der Fälle, Abendessen Boma
Unterkunft: Pioneers Lodge
Herzliche Einladung zur Finissage
„Es war in der Franziskaner-Kirche in Esslingen wieder etwas Besonderes für das, was wir seit Jahrzehnten in Deutschland mit unseren Ausstellungen und Begleitveranstaltungen in Deutschland im Rahmen der interkulturellen Entwicklungszusammenarbeit und Friedensarbeit versuchen zu vermitteln“.
Das sagte der Präsident der Deutsch-Simbabwischen Gesellschaft (DSG) Dr. Reinhold Hemker beim Besuch einer Gruppe aus Augsburg, die im Rahmen eines Stadtrundganges auch die Franziskanerkirche besichtigte. Die Gruppenmitglieder zeigten sich, wie auch die zahlreichen Besucher, u.a. aus Österreich und der Schweiz, begeistert von den Kunstwerken aus Simbabwe. Dazu gehören die Steinskulpturen von älteren und jetzt auch jüngeren Bildhauern und Bildhauerinnen, die von Dr. Hemker und seiner Frau Kerstin Hemker in Simbabwe von den Künstlern zu Bedingungen des Fairen Handels gekauft und im Rahmen von Ausstellungen oder auch immer wieder direkt verkauft werden.
Als Gemeindeglied der evang. Innenstadtgemeinde und Mitglied in der DSG, hat Inge Rembold, die Ausstellung in der Franziskaner Kirche mit organisiert und zum Gelingen beigetragen.
Das Besondere in diesem Jahr sind in Esslingen - sowie in Kernen in der Herz Jesu Kirche - die Bilder der inzwischen weltbekannten Malerin Nonhlanhla Mathe (Nonny) aus Simbabwe. Sie schuf 2020 das Titelbild zum Weltgebetstag.
Die abschließenden Höhepunkte der Ausstellung stehen an am kommenden Donnerstag, 25.05. zwischen 14.00 und 16.00 Uhr und am Freitag, 26.05, ab 10.00 Uhr. Die Künstlerin wird selbst anwesend sein und sich gerne auf Gespräche einlassen.
Am Freitag, 26.05., um 17.00 Uhr findet in der Esslinger Franziskanerkirche die Finissage statt.
‚Nonny‘ selbst wird ihre Kunst zum Thema ‚Frauen in Simbabwe‘ erläutern. Die Beauftragte für Chancengleichheit in Esslingen, Jitka Sklenarova, wird Frauenprojekte in Simbabwe und bei uns vergleichend betrachten. Ehepaar Hemker wirft nochmals einen leidenschaftlichen Blick auf ‚ihr‘ Simbabwe.
Allen Besuchern ein herzliches Willkommen!
