DSG

Newsletter 2/2026

Liebe Mitglieder der DSG, liebe Neumitglieder,
das Präsidium freut sich, euch den neuen Newsletter zukommen zu lassen und über vergangene und kommende Aktivitäten der DSG zu berichten. Gleichzeitig kündigen wir die neue Ausgabe von „Zimbabwe im Fokus“ an, die euch bald per Postversand erreichen wird. Die politische Entwicklung in Simbabwe steht in dem neuen Heft im Zentrum und natürlich gibt es Informationen über unsere DSG-Arbeit.
Es ist das letzte Mal, dass das Magazin an alle kostenlos verschickt wird. In der Umfrage haben ca. 40 DSG-Mitglieder sich entschieden, das Magazin ZiF gegen einen Aufpreis als Print- oder Online-Ausgabe weiterhin zu beziehen. Wer sich noch nicht gemeldet hat, kann das gerne per Email an mich Kerstin Hemker nachholen.
Ganz herzlich möchten wir allen Spenderinnen und Spendern danken. Erst dadurch wird es möglich, interkulturelle Arbeit durchzuführen, über Simbabwe zu informieren, einzelne Menschen oder Organisationen zu unterstützen. Danke, Siyabonga, Tatenda!
Vom 04.11. – 08.11.2026 ist die DSG wieder auf dem Bazaar Berlin vertreten. Am Samstag, den 07.11.2026 um 17.00 Uhr findet unsere Jahreshauptversammlung statt, zu der bald die Einladung erfolgt. Es erleichtert unsere Planungen sehr, wenn ihr uns schon bald mitteilt, ob ihr nach Berlin kommt oder ob ihr online an der Jahreshauptversammlung teilnehmen möchtet.
Bitte beachtet unter „Terminen“ den Hinweis auf das Seminar des „Zimbabwe Netzwerks e.V.“ .


Informationen aus den Regionen
In Berlin/Brandenburg (Kontakt: Henriette Meier und Nina Wepler) und in Stuttgart haben sich Regionalgruppen gegründet, die sich regelmäßig treffen. Neben dem Austausch von Informationen rund um Simbabwe und der Arbeit der DSG dienen diese Treffen auch der Vernetzung untereinander sowie der Planung von gemeinsamen Aktionen in der Region. Das nächste Treffen der Region Stuttgart findet am 29.09.2026 um 19 Uhr im Gemeindehaus „Laterne“, Georg-Christian-von-Kessler-Platz 2 in 73728 Esslingen statt. Gäste und Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.
Kontakt: Vize-Präsidenten Christian Fleischer und Klaus Kopp.


Kurz vor den Sommerferien besucht Klaus Kopp, Waiblingen die Grundschulklasse seines Enkels und erzählte den Schülerinnen und Schüler über das Leben von Kindern in Sim- babwe.


Im Weltladen Rheine trafen sich am 03.08.2026 im Rahmen einer Kunstausstellung Dr. Reinhold Hemker und Kerstin Hemker mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages Jürgen Coße (SPD), der u.a. den „Gesprächskreis Afrika“ der SPD-Fraktion leitet und in der „Deutschen Afrika Stiftung“ mitarbeitet. Im Austausch ging es um die Themen, wie Simbabwe stärker in den Fokus der deutschen Politik und Wirtschaft gelangen kann, die langen Wartezeiten bei der deutschen Botschaft für ein Visum. Auf Bitten des Präsidenten R. Hemker wird MdB J. Coße ein Treffen mit Alice Mashingaidze, Botschafterin der Republik Simbabwe vereinbaren.


Aus den Projekten
Schule „Eldonaire“
Im August 2026 fliegt Klaus Kopp mit seinem Neffen nach Simbabwe und unterstützt mit einem Arbeitseinsatz den Ausbau der Schule „Eldonaire“, die vom DSG Mitglieds Wickliff Munjanja gegründet wurde. Mehr Infos gibt es dann im nächsten Newsletter.


Berufliche Ausbildungsförderung


Im Berufsbildungszentrum „Young Africa“ in Chitungwiza sind derzeit 5 junge SimbabwerInnen in der Ausbildung. Erstmalig finanziert die DSG 3 jungen SimbabwerInnen aus der Region Mutare die Ausbildung im Zentrum Samukai in Mutare. Die Stipendiaten haben die Ausbildungsberufe Hotel Catering, Schweißer und Solartechnologie gewählt. Sie werden berufsbezogen ausgebildet und können ihre O-Level neu schreiben. Damit eröffnet sich ihnen eine modulare Ausbildungsstruktur. Young Africa und Samukai begleiten und unterstützen die Stipendiaten über längere Zeit und helfen u.a. durch Vermittlung von Mikrokrediten, so dass eine eigene wirtschaftliche Lebensperspektive aufgebaut werden kann.
Auf Wunsch versenden wir den Jahresbericht von „Young Africa“ .
Unser Mitglied Stefan Hartmann fördert die Berufsausbildung von Hazel in „Young Africa“. Hier sein Bericht:


Ausbildungsförderung für Hazel Mukapi
Die Deutsch-Simbabwische Gesellschaft e.V. engagiert sich seit vielen Jahren für Begegnung und langfristige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Simbabwe. Ein wiederkehrender Baustein dieser Arbeit ist die gezielte Förderung von Ausbildungsplätzen für junge Menschen vor Ort – dort, wo bereits eigenes Interesse und Engagement vorhanden sind. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Hazel Mukapi, die im Umfeld des Kufunda Learning Village bei Harare lebt und seit einigen Wochen eine technische Ausbildung am Zentrum Young Africa in Chitungwiza absolviert. Der Kontakt entstand während eines Freiwilligeneinsatzes des DSG-Mitglieds Stefan Hartmann in Kufunda Anfang des Jahres. Dort zeigte Hazel aus eigenem Antrieb großes Interesse an der Reparatur von Computern und Laptops und eignete sich erste praktische Kenntnisse an. Aus diesem selbst gesetzten Schwerpunkt entstand ihr Wunsch nach einer formalen Ausbildung in diesem Bereich – ein Vorhaben, das die DSG nun durch die Übernahme der Ausbildungskosten unterstützt.
Für die Ausbildung ist Hazel eigens von Kufunda in das rund eine Stunde entfernte Chitungwiza gezogen. Dort wohnt sie derzeit bei Richard Mupumha, einem Künstler und ebenfalls langjährigen Partner der DSG. Dieser Umzug zeigt, mit welcher Entschlossenheit Hazel den von ihr eingeschlagenen Weg verfolgt.

Young Africa ist ein 1998 in Chitungwiza gegründetes Ausbildungszentrum, das inzwischen an mehreren Standorten im südlichen Afrika technische, handwerkliche und unternehmerische Qualifikationen vermittelt. Das Franchise-Modell, mit dem die Ausbildung eng mit lokalen Kleinunternehmen verzahnt wird, wurde von UNESCO- UNEVOC als Best-Practice- Beispiel für berufliche Bildung
ausgezeichnet. Hazels Ausbildung ist auf etwa anderthalb Jahre angelegt: Neben der Reparatur von Computern und Smartphones stehen dabei auch Rechnungslegung sowie die Gründung und Führung eines eigenen Unternehmens auf dem Lehrplan. Damit eröffnet sich die Perspektive, dass Hazel nach ihrem Abschluss einen eigenen Laden für Computerreparatur und -zubehör eröffnen könnte.
Die ersten beiden Ausbildungswochen im Bereich Computer- und Smartphone-Hardware hat Hazel bereits erfolgreich abgeschlossen. In einer Rückmeldung schickte sie Fotos ihrer eigenen Reparaturarbeiten mit dem knappen Kommentar „We did this“ und beschrieb ihre Rolle unter den Auszubildenden unaufgefordert selbst: „I am the one who is doing computer repairing, the only girl.“ In einem Berufsfeld, das auch in Simbabwe bislang überwiegend von jungen Männern geprägt ist, nimmt sie diese Position sichtlich selbstbewusst ein.
Für die DSG steht dieses Beispiel für den Anspruch, den sie an ihre Arbeit stellt: keine punktuelle Hilfe von außen, sondern die gezielte Unterstützung von Menschen, die bereits eigene Wege eingeschlagen haben.

Zimbabwe Workcamps Association
Die ZWA, Partner der DSG seit 1995, führt regelmäßig Workcamps mit simbabwischen Freiwilligen durch. In diesem Jahr wurden Workcamps zur Entfernung invasiver Pflanzen im Feuchtgebiet „Hillside Dams“ in Bulawayo sowie zur Erhaltung der „Khami Ruins“ durchgeführt.

Die Kompetenz der ZWA ist in einigen Gebieten gefragt. Auf Bitten des DSG-Mitglieds D. Köpfle berät Ratherford Mwaruta, Geschäftsführer der ZWA, ein simbabwisches Ehepaar, das sehr erfolgreich in Namibia gearbeitet hat. Aber wie viele Tausend
Simbabwer wurden sie aus Namibia ausgewiesen und es ist sehr schwer für die Rückkehrer eine Lebensgrundlage zu aufzubauen.
Auch international ist die ZWA und ihr Geschäftsführer R. Mwaruta anerkannt, wie diese Einladung zu einem Freiwilligenkongress zeigt.


Termine

Im September 2026 besucht die Malerin Nonhlanhla Mathe auf Einladung der DSG und der Arbeitsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. Rheine. Neben einer Ausstellung und eines offenen Kunstworkshops, der Mitwirkung in der Fairen Woche 2026 der Fairtrade Town Rheine (s. Anhang) und vieler Schulbesuche mit Kerstin Hemker dient der Besuch der Vorbereitung von 2 großen Wandgemälden an 2 Schulen in Rheine aus Anlass des 700jährigen Stadtjubiläums.
Eine gute Möglichkeit Nonny (wieder) zu treffen und vielleicht einen Workshop bei ihr zu belegen.

Seminar „Zimbabwe Netzwerk e.V.“
Das „Zimbabwe Netzwerk e.V.“ (ZN) lädt zu einem Seminar nach Köln vom 16. – 18.10.2026 ein. Am Samstag, den 17.10.2026 findet das Tagesseminar mit 2 Themenschwerpunkten statt, die für unsere eigene Information sehr wichtig sind.
Am Vormittag steht die politische Lage in Simbabwe, besonders die geplanten Änderungen in der Verfassung (u.a. Wahl des Präsidenten durch das Parlament, nicht mehr durch die simbabwischen WählerInnen) im Zentrum. Referent: Justice Mavedzenge. Von 14.00 – 17.00 Uhr geht es um die Frage: Welche Wege gehen junge Menschen angesichts der politischen und wirtschaftlichen Situation in Zimbabwe um sich eine persönliche Zukunft in ihrem Zimbabwe zu schaffen? Es wird eine interessante Online Diskussionsrunde mit 8 jungen SimbabwerInnen geben. Auch Ratherford Mwaruta und unsere ehemalige Stipendiatin Ruwarashe werden dabei sein.
Die digitale Teilnahme am Nachmittag ist kostenlos. Hier sind die Preise für die Teilnahme mit Übernachtung und Verpflegung in der Jugendherberge Köln. Anmeldungen bitte direkt an das „Zimbabwe Netzwerk e.V.“: zimbabwenetzwerk@posteo.de


Rückblick auf Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen der DSG

In diesem Sommer waren wir mit mehreren Ausstellungen im Einsatz. Nach wie vor ist es gute Möglichkeit, Menschen auf Simbabwe aufmerksam zu machen und ins Gespräch miteinander zu kommen. Ein Highlight war sicherlich die Ausstellung in Wiesbaden, für die wir den bekannten Schauspieler und Bildhauer Rainer Hunold nicht nur als Schirmherrn gewinnen konnten, sondern der auch persönlich von Berlin zur Eröffnung nach Wiesbaden gekommen war. In seinem Grußwort zeigte sich, dass R. Hunold sich intensiv mit der simbabwischen Bildhauertradition befasst hatte. „Ich habe große Respekt vor der Arbeit, die die DSG schon so lange macht,“ betonte R. Hunold. Hunolds Kommentar zu seinem kleinen Dankeschön-Geschenk- ein Kugelkopf des
Bildhauers Gift Rusere: „Es scheint eine gewisse Ähnlichkeit zu mir zu geben.“
Sehr herzlich bedankt sich die DSG bei dem Wiesbadener Verein „Freunde Afrikas e.V.“ und besonders bei Roland Gramenz, den Organisatoren des Wiesbadener Afrika Festivals, an dem wir als Gäste teilnehmen durften.
Ein guter Nebeneffekt der Ausstellung in Wiesbaden: zahlreiche Interessenten haben sich für den Newsletter eingetragen und kommen vielleicht zu einer neu zu gründenden Regionalgruppe Rhein-Main.

Auf dem Wiesbadener Afrika – Festival
Tonton Soriba Sylla, Michael Schickel (Freunde Afrikas e.V.), Klaus Kopp, Roland Gramenz, Christiene Jouaux-Frönd (Magistrat Wiesbaden), Kerstin Hemker, Rainer Hunold, Dr. Reinhold Hemker


Im Münsterland fand Ende Mai ein Treffen der Studienfahrtteilnehmer Simbabwe 2026 sowie ein Kulturabend statt. Gut besucht war der Poetry Slam Abend mit Vongai Mujakachi in der Stadtkirche Gronau. Friso Wyckelsma begleitete Vongai in einzigartiger Weise auf der denkmalgeschützten Orgel von W. Sauer. Gemeinsam schufen die beiden jungen Künstler bei den Besuchern ein Gänsehautfeeling.

Beim Partnerschaftsgottesdienst des ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, der mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Simbabwe eine lebendige Kirchenpartnerschaft pflegt, wirkten auch viele Mitglieder der DSG mit. Das simbabwische Mittagessen mit Sadza, Nyama und Chomolia (da es kein Chomolia in Deutschland gibt, wurde Grünkohl genommen), das mit Hilfe vom DSG Mitglied Ruvimbo Böing zubereitet wurde, erfreute über 60 Gäste.

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