MutARE Tales begann 2017/18 als Initiative von Bigi Eggert und Christa Zeller, die seit Jahrzehnten eng mit Simbabwe verbunden sind. Was als Begegnung junger Künstler*innen in Mutare startete, hat sich zu einem kreativen Knotenpunkt entwickelt: ein Ort, an dem Musik, Tanz, Poetry und bildende Kunst miteinander verschmelzen – getragen von der Energie einer jungen Generation.

Ein Höhepunkt der letzten Jahre ist die Wandmalerei. In Simbabwe noch wenig verbreitet, wird sie hier zum Sprachrohr für Themen, die bewegen. Zwischen dem 25. April und 5. Mai 2025 gestalteten neun junge Künstler*innen, begleitet von der italienischen Künstlerin Lucy Malpeli, ein 120 Quadratmeter großes Mural in Mutare. Viele hatten zuvor noch nie mit Farbe gearbeitet – und schufen doch ein Werk, das inzwischen als kultureller Anziehungspunkt gilt.

Das Bild will mehr als schmücken: Es ruft Passant*innen und Besucher*innen dazu auf, über Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und gemeinschaftliches Handeln nachzudenken. „Wir wollen vor allem Jugendliche ermutigen, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Projektleiter Tawanda Ndlovu.
Zu den beteiligten Künstler*innen zählen Blessing Chisehwa, Lameck Ngwerume, Tavonga Zembe, Junior Banda, Simba Mwateteni, Cruz Mupoga, Pomerai Godknows, London Mhandu und Alisha Machumi. Ihr gemeinsames Werk ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie Kunst Menschen verbindet, Gespräche anstößt und neue Perspektiven eröffnet. Das nächste Mural mit dem Thema Gender, steht schon an und wartet noch auf die Genehmigung der Stadt Mutare…eine spannende Entwicklung!
MutARE Tales bleibt damit eine Plattform, die jungen Künstler*innen nicht nur Ausdrucksmöglichkeiten gibt, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung stärkt – mit weiteren Murals zu Themen wie psychische Gesundheit, Jugend-Empowerment und Drogenprävention.
Autorin: Christa Zeller, Begründerin von Bongai Shamwari e.V., Initiatorin von „MutAre Tales“, Mitglied der Deutsch-Simbabwischen-Gesellschaft e.V.